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Veränderung? Einfach machen!

Hessischer Urwald

In unserem Wohnort gibt es jemanden, der sein Baugrundstück regelrecht verkommen lässt. Während rings herum gepflegte Gärten blühen, grünt und wuchert es hier. Den Eigentümer lässt das kalt. Für mich ist dieses Grundstück immer wieder ein Beispiel dafür, wie Hessen früher einmal im Sommer ausgesehen haben muss: Überall Bäume und nur schwer durchdringliches Buschwerk.

Wie anders ist der Garten einiger Nachbarn. Ihr Gestaltungswille und „grüne Daumen“ bringt wunderschöne Gärten hervor. Die sind zum Teil so hübsch anzuschauen, dass ich bei meinem Rasen – pardon: Sommerwiese –  beschämt eingestehen muss, dass ich offensichtlich andere Begabungen haben muss.

Wenn man der Natur freien Lauf lässt, passiert genau das: Abhängig von Regen und Bodenbeschaffenheit, wächst und gedeiht allerhand Grünzeug. Der gekonnte Eingriff in die Natur hingegen lässt Wunderschönes entstehen.

Mein Urwald

Ich behaupte: Wer an sein Leben nicht aktiv gestaltet, sprich, wer sich treiben lässt, der gleicht über kurz oder lang dem überwucherten Grundstück, von dem ich oben geschrieben habe. Sicher, das mag ein bisschen verwegen oder chaotisch aussehen. Besonders anziehend ist ein solches Leben nicht.

Wo alles anfängt

Die Entstehung eines schönen Gartens beginnt im Kopf. Genauer gesagt, in meiner Vorstellung. Irgendetwas hat mich inspiriert. Im Wartezimmer habe ich eine Illustrierte gelesen, beim Spaziergang ist mir etwas aufgefallen oder ich habe etwas im Fernsehen gesehen. Was immer es ist, es hat in mir gezündet. In der Literatur wird an dieser Stelle gerne der Begriff Vision bemüht. Ich beschränke mich auf den Begriff “zündende Idee”.

Der schwierige zweite  Schritt

Dann kommt der schwierige Teil: genau hinschauen und eine ehrliche Bestandsaufnahme machen. Die Herausforderung besteht darin, den Mut aufzubringen und das Gesehene zu benennen und für das Erkannte Verantwortung übernehmen.

Angesichts dessen, was eine nüchterne Bestandsaufnahme alles zutage fördert, geben viele auf. Ein Gefühl der Überwältigung und manchmal vielleicht auch ein bisschen Schmerz stellen sich ein. Ausreden werden bemüht: die Umstände oder andere Leute.

Ich bin davon überzeugt, dass nur der, der sich diesen Schritt leistet, weiterkommt.

Die vielen kleinen Schritte

Ist die Vision klar und die Bestandsaufnahme abgeschlossen, geht es ans Entrümpeln. Um das Bild vom Garten zu bemühen: Das Unkraut, sicher auch so manches Buschwerk und auch ein paar Bäume müssen weichen. Jetzt sind Astschere, Axt und vielleicht sogar die Motorsäge das notwendige Werkzeug.

Entscheidend ist jetzt: machen und dran bleiben. Einfach den vorgefassten Plan abarbeiten. Am besten geschieht das in kleinen Schritten. Wo anfangs wenig Erfolg zu sehen ist, lichtet sich mit der Zeit das Chaos. Räume entstehen. Die Bewegungsfreiheit nimmt zu.

Das gleiche Prinzip gilt auch für Veränderungen in der eigenen Lebensgestaltung: planen, machen und konsequent dranbleiben. Und zwar auch dann, wenn andere den Kopf schütteln. Der Finanzberater Dave Ramsey rät: “Live like no one else so that (one day) you can live like no one else.” – Lebe wie kein anderer, damit du (später) leben kannst, wie kein anderer.”

Mit Blick auf die Tilgung von Schulden empfiehlt Ramsey beispielsweise, eine Liste zu erstellen und dann gezielt mit der Tilgung der kleinsten Verbindlichkeit zu beginnen. Ist diese getilgt, wird alle Kraft auf die nächst größere konzentriert.

In gleicher Weise kann man beim Veränderungsprozess verfahren. Mit den kleinen Baustellen beginnen, ein paar Erfolge einheimsen und sich dann den größeren Herausforderungen widmen.

Wer unbeirrt dranbleibt wird irgendwann feststellen, dass der Gestaltungsraum zugenommen hat bzw. die umgesetzten Veränderungen haben Früchte tragen.

Genauso habe ich’s in diesem Jahr gehalten. Ich wollte endlich mein “Projekt 88” realisieren. Jetzt, nach einem halben Jahr habe ich die geplante Veränderung erreicht. Bewusste Ernährung und tägliche Bewegung – beides zugegebener Maßen mit ein bisschen religiösem Eifer betrieben – haben dazu geführt, dass ich seit Kurzem jeden Morgen auf der Waage ein kleines Erfolgserlebnisse habe: 88 statt der vertrauten und oft so entmutigenden 100 kg.

Veränderung ist möglich. Bei mir und genauso bei Ihnen. Wetten, dass…?

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