Unbedingt vertrauenswürdig

Ich sitze im Zug. Stromausfall auf halber Strecke irgendwo zwischen Berlin und Wetzlar. Unser Zug wird weiträumig umgeleitet. Ob ich heute noch zuhause ankommen werde, überlege ich? Ich weiß es nicht.

Zugegeben, das ist eine ärgerliche Situation, aber eine wirkliche Notsituation ist es nicht, denn wenn ich die letzte Anschlussverbindung nach Hause verpassen sollte, werde ich halt unterwegs in einem Hotel übernachten.

Dann wandern meine Gedanken weiter: Wie wäre das, überlege ich, wenn ich ganz dringend nach Hause müsste? Würde einer meiner Frankfurter Freunde sich ins Auto schwingen, um mich mitten in der Nacht an mein Ziel zu bringen?

Ich glaube, die Not müsste ganz besonders schlimm sein, damit ich mit einer solchen Bitte auf jemanden zugehen würde. 

Der Prophet Nahum weiß, dass es jemanden gibt, den man immer und zu jeder Zeit ansprechen kann. Dieser jemand ist Gott. Das entnehme ich folgenden Worten des Propheten: „Der HERR ist gütig und eine Feste zur Zeit der Not und kennt, die auf ihn trauen“, Nahum 1,7.

Beachtlich finde ich, dass diese Worte im Zusammenhang mit einer Prophetie über Israels Feinde, die Assyrer und ihre Hauptstadt, Ninive stehen.

Wie schon damals, so ist es heute immer noch: Ich darf mich mit allem, was mein Herz beschwert an Gott wenden. Das ist so, weil Gott eine besondere Eigenschaft auszeichnet: Er ist gütig. Ihm ist nichts zu klein oder zu schwierig.

Weil Gott mich kennt, weiß er, was für mich das Beste ist. Er wird gute Entscheidungen treffen.  Und deshalb will ich ihm meine Geschicke anvertrauen. Heute. Morgen. Immer.

Bildquellen

  • microphone-bild-impuls: Robert Fischer

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