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So gelingt dauerhafte Veränderung

Ich möchte noch einmal auf den Gedanken des extremen Paretos zurückkommen. Ich habe neulich hier darüber geschrieben.

Mit wenig Aufwand lässt sich tatsächlich viel verändern. Kleine Dominosteine können weitaus größere Steine umschmeißen. Richtig vorbereitet, kann ein kleiner Dominostein einen Wolkenkratzer zum Einsturz bringen.

Wie lässt sich die Idee des extremen Paretos auf Veränderung übertragen? Chris McChesney und Sean Covey haben in ihrem Buch „Die 4 Disziplinen der Umsetzung“ hilfreiche Ideen entwickelt.

Sie können getrost davon ausgehen, dass 80% Ihrer Energie und Aufmerksamkeit gebraucht werden, um all die vielen Aufgaben, die Ihnen anvertraut worden sind, im Blick zu halten bzw. voranzutreiben. McChesney bezeichnet die 80% als Wirbelwind. Es sind all die Aktivitäten, die im Unternehmen erledigt werden müssen. Kümmern Sie sich zunächst nicht um diese 80%.  Nehmen Sie sich stattdessen die verbleibenden 20% vor. Hier befindet sich Ihr Veränderungspotenzial.

Ganz nebenbei bemerkt, gibt es noch einen weiteren Grund, warum Sie im Voraus sehr gründlich überlegen sollten: Nachhaltige Veränderung erfordert ein großes Maß an Kraft. Beginnend mit der eigenen Trägheit werden Sie viele Widerstände überwinden müssen.

1. Disziplin – das absolut Wichtige

Die Kernfrage – die 1. Disziplin – lautet: Was ist das absolut Wichtige? Gibt es ein oder zwei herausragend wichtige Ziele? Fragen Sie sich auch: Welches Ziel ist für mich überhaupt erreichbar? Suchen Sie sich ein oder mehrere Ziele, die außerhalb Ihrer Komfortzone liegen. Nach denen Sie sich also strecken müssen. Fokussieren Sie sich dann auf dieses Ziel oder – wenn es mehrere sind – diese Ziele.

2. Disziplin – Leitmaßstäbe

Als nächsten Schritt sollten Sie Leitmaßstäbe entwickeln. Diese Leitmaßstäbe sind ein System nach vorne gerichteter Indikatoren, eine Art Frühwarnsystem, das Sie beim Erreichen Ihres Ziels unterstützt. Die 2. Disziplin ist die der Hebelwirkung. „Sie besteht darin, ein hohes Maß an Energie auf jene Aktivitäten zu konzentrieren, welche die größte Wirkung auf die Frühindikatoren haben, die ihrerseits eine Hebelwirkung auf die Ergebniszahlen haben. Frühindikatoren sind die Messgrößen für die Aktivitäten, die am meisten zur Zielerreichung beitragen“ (Seite 89).  Neben die Frühindikatoren setzt Chris McChesney die Ergebniskennzahlen, die den Blick zurückrichten auf das bereits Erreichte.

3. Disziplin – Performance

Das Zusammenspiel von Frühindikatoren und Ergebniskennzahlen führt zur  3. Disziplin, bei der es um das Bewerten der eigenen Performance geht. McChesney spricht von der Disziplin des Engagements. Hier geht es um ein motivierendes Scoreboard, anhand dessen Sie leicht Ihren Fortschritt erkennen können. Auf zwei Dinge sollten Sie achten: 1. Je griffiger das System, desto besser ist das für Sie und Ihr Team. 2. Im Team sollte Einigkeit hinsichtlich der Interpretation des Scoreboards sein.

4. Disziplin – Rechenschaft

Halten sie sich regelmäßig gegenseitig verantwortlich. – So lautet die 4. Disziplin.

Ein Beispiel

Chris McChesney illustriert die 4. Disziplin der Umsetzung am Beispiel der Weight Watchers, einer Vereinigung von Menschen, die versuchen, ihr Körpergewicht zu reduzieren (Seite 167). Ich erwähne das Beispiel hier, weil es sehr schön die Einfachheit des Systems zeigt.

Am Anfang steht der Fokus auf das klare Ziel (bis wann wie viele Kilos runter müssen) – Disziplin 1.  Dem folgt das Handeln auf der Basis hocheffektiver Frühindikatoren, wie zum Beispiel Kalorienzufuhr und Kalorienverbrauch durch Bewegung – Disziplin 2. Damit sie leichter zu fassen sind, werden Punkte vergeben. In der 3. Disziplin wird der Fortschritt regelmäßig anhand der Frühindikatoren und Ergebniskennzahlen (der Blick auf die Waage) gemessen und auf einem Scoreboard festgehalten. Schließlich, in der 4. Disziplin, trifft man sich, berichtet einander, feiert gemeinsam und ermutigt sich, weiterzumachen.

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