Reden bringt nichts. Wo sind die Taten?

Podcast: Reden bringt nichts. Wo sind die Taten?

Man kann es auf dem Schulhof und in der Politik beobachten. In der Wirtschaft passiert es leider auch häufiger, als man denkt. Stärkere tun Schwächeren Gewalt an. Manchmal geschieht das auf verdeckte Weise, häufig aber in aller Öffentlichkeit. 

Wie das konkret aussieht, haben Sie und ich in den zurückliegenden Wochen beobachten können. Da wurde ein Angriffskrieg aus dem politischen Kalkül eines Machthabers begonnen. Und die Welt schaute fassungslos zu. 

Inzwischen toben die Kämpfe schon seit mehr als einem Monat. Städte werden dem Erdboden gleichgemacht. Millionen zur Flucht gezwungen. Unzählige Menschen sterben einen sinnlosen Tod. 

Ein hartes Urteil

Die Bibel lässt keinen Zweifel daran, was von derartiger Gewalt zu halten ist. In der Weisheitsliteratur Israels, dem Buch der Sprüche, heißt es:

Wer dem Geringen Gewalt tut, lästert dessen Schöpfer; aber wer sich des Armen erbarmt, der ehrt Gott. (Sprüche 14,31)

Ein Angriffskrieg oder eine feindliche Übernahme in der Wirtschaft als Gotteslästerung? Das finde ich eine ungewöhnliche und in vieler Hinsicht bemerkenswerte Aussage. Mich jedenfalls hat dieses Urteil überrascht. 

Die persönliche Dimension

Aber diese Aussage der Bibel gilt nicht nur für die große Politik oder Wirtschaftskapitäne. Sie ist ebenso zutreffend für meine Lebensbezüge. 

Wie ich meinem Nächsten gegenübertrete, vor allem wenn dieser schwach ist, spricht Bände über meinen Glauben. Merke: Nicht meine Worte zählen, sondern das, was ich warum tue. Und da ist die Bibel eindeutig: Gewalt an oder Vorteilsnahme gegenüber einem Schwächeren ist wie Gotteslästerung. 

Sie fragen, warum das so ist? Weil ausnahmslos jeder Mensch im Bilde Gottes geschaffen ist. Und wenn ich von jedem Menschen schreibe, dann ist auch jeder gemeint. Sie und ich eingeschlossen.

 Ja, das können Sie sich morgen früh laut zusprechen, wenn Sie kritisch in den Spiegel blicken. Sagen sie dem Gesicht, das Sie anschaut: „Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer, noch dazu.“ 

Jeder Mensch ist ein schöpferischer Ausdruck Gottes. Deshalb ist es an mir, einem Nächsten freundlich und mit Würde zu begegnen. Mehr noch: Ich kann Gott ehren, in dem ich Frieden stifte und den Schwachen meine helfende Hand reiche.

Soweit mein kleiner Impuls für diesen Sonntag. Wenn Sie mehr lesen oder hören wollen, dann klicken Sie bitte hier auf diesen Link. Ich wünsche Ihnen ein erholsames und ein gesegnetes Wochenende. 


Hinweis: Eine gekürzte Form dieses Artikels wird im Morgenprogramm von ERF Plus ausgestrahlt.

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