„Möge die Macht mir dir sein!“

Unterwegs im Weltraum

Audiofassung zum Mithören

Mich haben die spitzen Ohren von Mr. Spock schon immer fasziniert. Gemeinsam mit Kapitän Kirk und anderen Charakteren sauste das Raumschiff Enterprise durch die Galaxie meiner Jugend ständig auf der Suche nach einem Abenteuer. 

Wenn „Vulkanier“, zu denen besagter Mr. Spock gehört, einander begegnen, heben sie die rechte Hand zum Gruß und spreizen Mittel- und Ringfinger zu einem V. Dazu sprechen sie: „Live long and prosper“ – „Lebe lang und gut!“ 

In dem anderen Märchen aus dem Weltall, Star Wars, grüßen sich „die Guten“ mit dem Satz: „Möge die Macht mit dir sein.“ 

Gemeint ist eine geheimnisvolle gute Macht im Universum, die hinter allem steckt und von Menschen mit besonderen Fähigkeiten angezapft werden kann. Diese speziellen Personen sind sogenannte Jedi-Ritter, die mit ihren Laserschwertern jeden Bösewicht besiegen. 

Zu schön, um wahr zu sein

Manchmal komme ich ins Träumen. Wie einfach die Welt doch im Kino ist. Da sind die Bösen, denen sich die Guten mutig entgegenstellen. Und da gibt es noch „die Macht“, die denen beisteht, die auf der richtigen Seite sind. Am Ende wird alles gut! 

Aber dann fällt mir auf, dass es durchaus einen Bezug zu meinem Leben gibt. Ich muss nicht in die Märchenwelt der Weltraumhelden eintauchen, um mit dem Satz „Möge die Macht mit dir sein“, etwas anfangen zu können. 

Seit zweitausend Jahren haben Christen mit einer Kraft zu tun, die göttlichen Ursprungs ist und alles übertrifft, was sich Hollywood bisher ausgedacht hat. Die Rede ist vom Heiligen Geist, an den das Pfingstfest in besonderer Weise erinnert.     

Das große Versprechen

Jesus Christus hatte vor seinem Abschied von dieser Erde mehrmals von einer Macht gesprochen, die er seinen Nachfolgern schicken würde. Das berichtet beispielsweise der Chronist Lukas in seiner Apostelgeschichte. An anderer Stelle nannte Jesus den Heiligen Geist die „Kraft aus der Höhe“. Siehe Lukas 24,49

Diese Macht ist dann zu Pfingsten in Jerusalem eingetroffen und hat vieles durcheinandergewirbelt. Menschen, die vormals feige oder schüchtern waren, sprachen plötzlich unerschrocken über ihren Glauben. 

Viele Jahre später schreibt der Apostel Paulus seinem Mitarbeiter Titus über dieses Ereignis und welche Bedeutung der Heilige Geist für Christen hat. 

„Gott hat den Heiligen Geist in reichem Maße über uns ausgegossen durch Jesus Christus, unseren Retter, damit wir, durch seine Gnade gerecht gemacht, das ewige Leben erben, auf das wir unsere Hoffnung gesetzt haben“, Titus 3,6–7.

Die Macht ist mit mir

Wenn ich Paulus richtig verstehe, dann ist jede Menge Kraft von oben verfügbar. „Die Macht“ ist mit uns. Und das nicht nur an Pfingsten, sondern immer und für alle Lebenslagen.

Der gleiche Heilige Geist, der seinerzeit in Jerusalem so mächtig unterwegs gewesen ist, will auch heute noch ähnlich kraftvoll wirken. Bleibt die Frage, ob Sie und ich es zulassen. 

Ich wünsche Ihnen, dass die lebensverändernde Macht Gottes auch mit Ihnen ist. An Pfingsten und an allen anderen Tagen des Jahres. 

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