Ich baue ein Schiff auf dem platten Land

Manch ein Herrscher setzt sich ein Denkmal. Der große Triumphbogen in Paris ist ein solches Beispiel.  Sein Bau wurde von Kaiser Napoleon I. nach der Schlacht von Austerlitz zur Verherrlichung seines Sieges 1806 in Auftrag gegeben. Die Bauarbeiten kamen allerdings nicht so recht voran und so dauerte es noch dreißig Jahre bis zur Fertigstellung des Triumphbogens.

Der Flughafen in Berlin, der Stuttgarter Hauptbahnhof und die Elbphilharmonie sind also nicht die einzigen Bauwerke, an denen länger als geplant gebaut wurde. 

Das etwas andere Bauprojekt

Im 1. Buch Mose wird über zwei Bauprojekte berichtet. Eins haben Menschen angestoßen, das andere Gott. Die Rede ist vom Turm zu Babel und der Arche, die Noah gebaut hat. 

Beim Turmbau dreht sich alles um Selbstdarstellung. Menschen wollen sich und ihren heroischen Taten ein Denkmal setzen. Im Falle der Arche geht schlicht und einfach um die Rettung von Leben.

Nachdem in der Bibel die Situation ausführlich beschrieben wird, lese ich einen schlichten Satz: „Noah tat alles, was ihm Gott gebot“, 1. Mose 6,22

So unspektakulär das klingt, so gewaltig ist die Ausführung des göttlichen Auftrags gewesen. Noah hat ein hochseetaugliches Boot mitten auf dem platten Land gebaut. Er hat dafür viele Jahre gebraucht. Ich kann mir vorstellen, dass die „Werft Noah“ eine weithin bekannt touristische Attraktion im alten Orient gewesen ist. Und ich möchte nicht darüber nachdenken, wie viel Spott und Häme Noah hat einstecken müssen. 

Noah hat getan, was Gott ihm aufgetragen hat, und wir können ihm dankbar dafür sein. Ausgerechnet die Arche, über die viele gelacht haben, ist Menschen und Tieren zur Rettung geworden.

Was ich von Noah lerne? Wenn Gott mir einen Auftrag erteilt, ist es meine Aufgabe, diesen auszuführen. Ohne Wenn und Aber.

Zu guten Schluss ein Tipp:

Der niederländische Fernsehproduzent und Visionär Aad Peters hat eine Arche im Größenverhältnis von 1:2 nachbauen lassen und als Kunstmuseum ausgestaltet. Vor einigen Jahren war das Schiff aus den Niederlanden bis nach Köln geschleppt worden, wo es mehrere Monate vor Anker lag. Inzwischen hat es auch Großbritannien besucht. Obwohl nur halb so groß wie das Original, ist es ein beeindruckendes Holzschiff mit einer beachtenswerten Kunstausstellung. Mehr dazu hier: The Ark Museum. Bei Google gibt’s jede Menge Bilder und Artikel.

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