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Gute Laune, schlechte Laune

Vor einigen Monaten sagte mir jemand, sie sei nach dem Urlaub an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt und habe dort eine eisige Atmosphäre angetroffen. Das Betriebsklima hätte sich angefühlt wie ein Direktimport vom Nordpol. Und das mitten im Sommer. Binnen Minuten war die gute Urlaubslaune verflogen. Schuld daran war die schlechtgelaunte Chefin.

Wechselhafte Launen – das kenne ich aus dem eigenen Leben nur allzu gut. Mehr als mir lieb ist, verunsichere ich meine Kollegen, weil ich heute so und morgen anders aufgelegt bin. Vielleicht geht es Ihnen ja ähnlich.

Bestimmt sage ich Ihnen nichts Neues, wenn ich behaupte, dass unsere Stimmungen stark von unserem sozialen Umfeld beeinflusst werden. Ich kann das gut bei meinem jüngsten Enkel beobachten. Es fasziniert mich immer wieder, wie meine Tochter in der Lage ist, ihren Kleinen durch liebevolle Zuwendung zu beruhigen. – In gleicher Weise kann ein Vorgesetzter mit ehrlich gemeinten, wohlwollenden Worten die Stimmung eines deprimierten Mitarbeiters anheben.

Launen sind ansteckend

Haben Sie schon einmal versucht, sich dem herzhaften Gelächter eines Kindes zu entziehen? Es ist schlichtweg nicht möglich, unbeeindruckt zu sein.

Ich finde es interessant, dass Stimmungen unterschiedlich ansteckend sind. Je positiver, desto ansteckender. Gelächter hat den höchsten Ansteckungsgrad, depressive Verstimmung den geringsten.

Gute Laune – gute Leistung

Daniel Goleman, Richard E. Boyatzis und Annie McKee haben gezeigt, dass das positive Umfeld eines gut gelaunten Vorgesetzten direkte leistungssteigernde Auswirkungen auf das Team haben. Sie schreiben:

High levels of emotional intelligence, our research showed, create climates in which information sharing, trust, healthy risk-taking, and learning flourish.”  Unsere Forschung hat gezeigt, dass ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz die Bereitschaft zum Teilen von Information, ein Klima des Vertrauens, eine gesunde Risikobereitschaft und Lernbereitschaft fördern.

Hohe emotionale Intelligenz bewirkt eine positive Grundstimmung, die sich wiederum auf die Teamleistung auswirkt, also zum Unternehmenserfolg beitragen kann.

Was ich tun kann

Wie aber geht man mit Stimmungsschwankungen um? Was kann ich tun, um nicht mehr launisch zu sein?

Der Erziehungswissenschaftler Tim Elmoreempfiehlt Führungskräften bestimmte Übungen. Ich finde nicht jede dieser Übungen gleich hilfreich, will sie aber der Vollständigkeit halber hier alle zitieren:

  1. Selbstwahrnehmung üben

Es beginnt damit, dass ich mir bewusst werde, wie ich auf mein Umfeld wirke. Deshalb rät Elmore  zunächst, sich folgende Frage zu stellen: Wie wirken meine Körpersprache und meine Worte auf die Menschen um mich herum? – Könnte es sein, dass beispielsweise mein konzentriertes Gesicht andere verunsichert, weil ich so grimmig dreinschaue?

  1. Bevor man Menschen trifft, laut Worte der Selbstbestätigung aussprechen

Stimmungsschwankungen haben viel mit persönlicher Unsicherheit zu tun. Da Menschen sich von den Stimmungen anderer beeinflussen lassen, ist es wichtig, den Tag mit positiven Vorzeichen zu beginnen. Elmore hat sich angewöhnt, den Tag mit einer positiven Selbstbestätigung zu beginnen. Er hat damit positive Erfahrungen gemacht.

  1. Sich fragen: Wer bin ich jetzt und wer will ich künftig sein?

Stimmungen ordnen sich größeren Zielen unter. Deshalb kann es hilfreich sein, sich nach den eigenen Zielen zu fragen. Am besten tut man das aus der Perspektive des künftigen Ichs. Etwa so: Aus der Sicht von heute in fünf Jahren: Wer werde ich dann geworden sein und was wird mir dabei geholfen haben, mich so zu entwickeln? Dieser Blick lässt mich schnell erkennen, ob meine aktuelle Missstimmung zielführend ist.

  1. Für was und wen bin ich dankbar?

Die Selbstdisziplin der Dankbarkeit ist ein mächtiges Werkzeug, wenn es um die Aufhellung schlechter Laune geht. Der verstimmte Mensch konzentriert sich in der Regel auf ein Defizit – das halbleere Glas. Der Gutgelaunte hingegen sieht, was er bereits hat – das halbvolle Glas.

Wenn ich meine Aufmerksamkeit morgens bewusst auf das lenke, wofür ich dankbar sein kann, setze ich einen positiven Deutungsrahmen für das, was an diesem Tag geschehen wird.

  1. Auf welches Ziel kann ich heute zuarbeiten?

Ausgehend von praktizierter Dankbarkeit lohnt es sich, ein konkretes, gut erreichbares Tagesziel zu formulieren. Je schneller der Erfolg eintritt, desto besser. Ich plane beispielsweise kreative Schreibarbeiten für die frühen Vormittagsstunden. Auf diese Weise stelle ich sicher, dass ich auf mindestens einen Erfolg zurückschauen kann.

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