Gott loben, wenn alles in Schutt und Asche liegt?

Wie kann man Gott loben, wenn alles um einen herum in Schutt und Asche liegt? So ähnlich muss es den Bewohnern von Jerusalem gegangen sein, als sie Jesajas Botschaft hörten. Wobei, je nachdem wie man diesen Bibelabschnitt historisch einordnet, stand das Gericht Gottes für Jerusalem noch bevor.

Der Prophet Jesaja sieht nicht das, was Wirklichkeit ist, eben Schutt und Asche. Er schaut auf das, wovon Gott sagt, dass es einmal sein wird: Rettung von Feinden und Frieden in Stadt und Land. Gott selber wird die Macht ergreifen und sich gegen die Feinde durchsetzen. In Jesajas Worten klingt das so:

Wie lieblich klingen die Schritte des Freudenboten auf den Bergen, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Rettung verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott ist König geworden! (Jesaja 52,7)

Die Worte, die seinerzeit als Trost für das bedrängte Volk Gottes gemeint waren, haben auch heute noch Kraft. Sie weisen mich auf eine Realität hin, die weit über meine derzeitigen Umstände hinausgeht.

Gott ist Willens und fähig, auch in die dunklen Stunden meines Lebens Freudenboten zu schicken. Menschen, die mir seinen Frieden und Rettung verkünden und mich daran erinnern, dass Gott im Regiment sitzt.Ich finde Jesajas Worte ausgesprochen tröstlich. Und ich wünsche Ihnen das für heute: einen Freudenboten von Gott. Jemand, der Ihnen Gottes Frieden überbringt und der Sie daran erinnert: Gott ist immer noch der Herr.

Bildquellen

  • mic-2105643_1920: Robert Fischer

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