Etwas wirklich Großes erleben

Was mich immer wieder aufs Neue fasziniert

Ein echtes Meisterwerk zu sehen oder zu hören, bereitet mir große Freude. Ich kann mich in guter Musik verlieren. Wenn Eric Clapton auf seiner E-Gitarre zaubert oder Abraham Laboriel die Bass-Gitarre bearbeitet, dann bin ich ganz Ohr (Genießen Sie eine kleine Hörprobe auf YouTube und klicken Sie hier). Genauso geht es mir mit einem guten Buch oder einem gelungenen Filmwerk. 

Ein herrlicher Sonnenaufgang (siehe meine Gedanken aus der vergangenen Woche) berührt mich genauso wie ein Blick über die verschneite Bergwelt hoch oben auf dem Großeck im Salzburger Land. Ich liebe es, auf Skiern unter einem stahlblauen Himmel den Berg hinunterzufahren! 

Würden Sie mir zustimmen, wenn ich behaupte, dass das Gefühl der Erhabenheit und der Perfektion zu den großen Erlebnissen gehört, die man haben kann? 

So muss es auch einem Psalmbeter gegangen sein. Er kleidete seine Empfindungen in diese Worte: 

„Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.“ Psalm 66,5

Wie passend, habe ich mir gedacht, dass Psalm 66,5 als Leitmotiv für den zurückliegenden Sonntag ausgewählt worden ist. Meine Blicke werden weg von mir auf ganz Großes gerichtet, die Werke Gottes in seiner Schöpfung. 

Aber was ist mit…?? 

Ich weiß, dass viele Menschen mit dem Leid und Unglück hadern und Gott – wenn es ihn für sie überhaupt geben sollte – vorwerfen, dass er das nicht abstellt. Ehrlich gesagt, mir ist heute nicht danach, mich mit all dem zu befassen, was in dieser Welt nicht gut ist. Außerdem halte ich es für zu kurz gedacht, wenn Menschen, denen ein freier Wille und Verantwortung übertragen wurden, plötzlich nach einem regulierenden Gott rufen. 

Nein, ich will heute auf das Gute schauen, die Werke Gottes, die mir in der Natur begegnen und sein Tun an Menschen feiern. Beispielsweise finde ich es immer wieder faszinierend, was meine Kollegen in der Redaktion ERF Mensch Gott an Storys zutage fördern. Wenn Sie einen Moment Zeit haben sollten, dann stöbern Sie hier auf YouTube

Ein kleines Geheimnis

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es etwas gibt, was noch wirkungsvoller ist, als sich mit positiven Impulsen und Gedanken zu beschäftigen: Selbst eine Haltung der Dankbarkeit kultivieren. Denn die macht mich zutiefst glücklich. 

Das fängt im Kleinen an. Ich übe mich in Dankbarkeit für das, was selbstverständlich scheint. Beispielsweise das Dach über meinem Kopf, die warme Wohnung, reichlich Nahrungsmittel im Kühlschrank und liebe Menschen in meinem Umfeld. Und es geht weiter zu den eher grundsätzlichen Dingen: Ich lebe friedlich in einem demokratischen Staat, der von Menschen geführt wird, die frei gewählt worden sind. Ich bin Teil eines leistungsfähigen Wirtschaftssystems, das mir Annehmlichkeiten ermöglich und unter mir spannt sich ein soziales Sicherungssystem, das mögliche Risiken abfedern hilft. 

Schließlich bin ich dankbar für mein Leben. Ich begreife mich als einen guten Gedanken Gottes. – Ja, das mag dem einen oder anderen ein ungewöhnlicher Gedanke sein. Aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass genau das Sie und mich in der Tiefe ausmacht: Sie und ich, wir sind gewollt und geliebt. Und zwar so, wie wir sind. Wir sind in diese Welt gestellt, um unser Potenzial zu leben, die oder der zu werden, die wir in Gottes Augen schon immer sein sollen. 

Und deshalb kann ich einstimmen: „Kommt her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderbar ist in seinem Tun an den Menschenkindern.“ Psalm 66,5

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