Die Botschaft des Traumdeuters

Guten Tag, ich habe einen Impuls für Sie. Dazu möchte ich Sie mitnehmen in die Zeit, als die Babylonier den Nahen Osten beherrschten. Das ist schon eine ganze Weile her, etwa 2600 Jahre. 

Die Babylonier verfolgten damals eine aggressiver Eroberungspolitik. Sie überrannten die benachbarten Völker, unterjochten, ja, versklavten sie regelrecht und deportierten sie. – Sie merken: Der Gedanke, Menschen zwangsweise umzusiedeln, ist nicht vom aktuellen türkischen Machthaber erfunden worden. Das konnte man damals schon ganz gut. 

Die Bibel berichtet davon, dass auch das Königreich Judäa und mit ihm die Hauptstadt Jerusalem von den heranstürmenden Babyloniern erobert wurden. 

Einer derer, die damals zwangsdeportiert worden sind, war Daniel. Wie alt er zu diesem Zeitpunkt war, wissen wir nicht genau. Aber Daniel muss noch recht jung gewesen sein, als es passierte.

Daniel hatte Glück im Unglück. Er landete mit ein paar anderen jüdischen Männern als Auszubildender am babylonischen Königshof und dort hat sich die Geschichte zugetragen, um die er mir heute geht: 

Der König hatte schlecht geschlafen. Ein verstörender Traum beschäftigte ihn. Niemand schien in der Lage zu sein, König Nebukadnezar helfen zu können. Dann offenbart Gott Daniel nachts Nebukadnezars Traum und seine Bedeutung. 

Daniel macht sich auf den Weg zum König, um diesem die Botschaft zu überbringen. Doch bevor er zur Sache kommt, sagt Daniel dem König erst noch etwas anderes. Er weist ihn klar und deutlich auf den hin, der die Geschicke der Welt lenkt. Gott ist der, der in Wirklichkeit das Sagen hat. In Daniels Worten klingt da so:  

„Gott gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand“, Daniel 2,21.

Mit anderen Worten: König Nebukadnezar, du bist, wer du bist, weil Gott dir gibt, was du dein Eigen nennst. Deine Weisheit, deinen Verstand, deinen Reichtum, deine Macht. Ohne Gott bist du nicht mehr als ein Nichts. 

Ich finde das ziemlich mutig für einen jungen Mann, der dem mächtigsten Herrscher der damaligen Welt gegenübersteht. 

Was Daniel dem König damals gesagt hat, gilt heute noch genauso. Ich bin, wer ich bin, weil Gott mir gegeben hat, was ich habe. Verstand, Weisheit, Wohlstand und meine Gesundheit sind gute Gaben von Gott. 

Diesem Gedanken möchte ich Ihnen heute mit auf den Weg geben: Sie sind, wer Sie sind, weil Gott Ihnen gegeben hat, was Sie haben. Ihr Verstand, Ihre Weisheit, Ihr Wohlstand und Gesundheit sind gute Gaben Gottes. Nehmen Sie das dankbar an. Machen Sie was daraus. 

Ich wünsche Ihnen einen guten Tag. Mehr noch, ich wünsche Ihnen einen gesegneten Tag. 

Ihr Wolf-Dieter Kretschmer 

Bildquellen

  • mic-2105643_1920: Robert Fischer

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