Die Barmherzigkeit des Herrn

Podcast: Die Barmherzigkeit des Herrn

Gestern habe ich mit meiner Frau einen ausgedehnten Spaziergang gemacht. Hinter unserem Haus, wir wohnen am Stadtrand, laden Felder und Wiesen dazu ein. 

Ab und zu treffen wir auf Schafherden, die auf eingezäunten Wiesen weiden oder gelegentlich von einem Schäfer beaufsichtigt werden. Das ist ein schöner Anblick. Vor allem im Frühjahr, wenn zwischen den Mutterschafen neugeborene Lämmer wuseln. 

Das sind die Bilder, die ich vor Augen habe am heutigen Sonntag Misericordias Domini. Wie es der lateinische Name nahelegt, geht es um „die Barmherzigkeit des Herrn“.

Eine ungewöhnliche Behauptung

Das Kirchenjahr lenkt die Aufmerksamkeit der Christen auf den „guten Hirten“, wie Jesus sich im Johannesevangelium selbst bezeichnet. 

Für heute steht eine Zusammenstellung von drei kurzen Textpassagen aus dem Johannesevangelium, Kapitel 10 im Mittelpunkt. Dort wird Jesus mit den Worten zitiert: 

Ich bin der gute Hirte. (…) Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. Johannes 10, 11a. 27-28a

Hirten sind auf ihre eigene Weise Führungskräfte. Ja, das mag zunächst einmal ein gewöhnungsbedürftiger Gedanke sein. Aber, sie sind es tatsächlich. 

Ein Hirte achtet auf seine Tiere. Er stellt sicher, dass die Herde genügend Weidefläche hat. Kranke oder verletzte Schafe sondert er aus und hilft ihnen.  Bei Ortswechseln, beispielsweise, dem Überqueren einer viel befahrenen Straße, sorgen sie dafür, dass die Herde sicher zur neuen Weide gelangt. 

Dieses Motiv verwendet Jesus, indem er es auf sich selbst bezieht. Er versteht sich im übertragenen Sinn als guter Hirte und übernimmt damit die Verantwortung für die ihm anvertrauten Menschen. 

Seine Zuhörer haben das seinerzeit sofort verstanden. Sicher lag das auch daran, dass Viehwirtschaft zu jener Zeit eine deutlich größere Rolle im Leben und Arbeiten der Menschen gespielt hat. 

Was ist gemeint? 

Das Bild vom guten Hirten aufgreifend, erklärt Jesus sich verantwortlich für die Sicherheit und das Wohlbefinden jener, die zu ihm gehören. Er sagt: Ich weiß, wer sich zu mir hält. Wer mir nachfolgt und ich stelle sicher, dass er oder sie am Ziel ankommt.

Und genau das vergegenwärtigen sich Christen an diesem Sonntag. Gottes Barmherzigkeit in Jesus Christus ist für mich da, wenn ich mich darauf einlasse, von ihm geführt und versorgt zu werden. 

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