5 Verluste, die mich schmerzen würden

Anknüpfend an meinen Blog „Boxenstopp“ möchte ich der Frage nachgehen: Warum soll ich mir überhaupt Mühe um meine Vorsätze machen? Sind Neujahrsvorsätze nicht ein reichlich sinnloses Vorhaben, an denen Menschen in westlichen Kulturen jedes Jahr aufs Neue scheitern? Warum nicht einfach das ignorieren, was ich mir vorgenommen habe und mit dem weitermachen, was ich gerade tue?

Ich habe mich das tatsächlich mehrfach gefragt. Dann aber bin ich auf Ray Edwards gestoßen und der hat mir 5 Aspekte aufgezeigt, die mich belasten würden, wenn ich einmal getroffene Vorsätze nicht umsetzen würde.

Meine Integrität würde verloren gehen

Die weitreichendste Schwierigkeit betrifft den Verlust der eigenen Integrität, sagt Edwards. Ich tue nicht, wovon ich rede. Meine Worte und Taten passen nicht zusammen. Das merke ich und ziemlich bald auch die anderen. Auf die Dauer schadet das  meiner Glaubwürdigkeit.

Die Selbstachtung

Was macht das mit mir, wenn Reden und Handeln permanent auseinanderklaffen? Kann ich auf die Dauer guten Gewissens in den Spiegel schauen? Nein!

Fehlt Integrität im Leben, und mit ihr die Glaubwürdigkeit, wird es über kurz oder lang schwierig mit der Selbstachtung. Sie verschwindet mit der Zeit, weil – wenn ich ehrlich zu mir selbst bin – ich keiner Lebenslüge folgen will. Mein innerer Richter kritisiert, ja, verurteilt mich.

Innere Führung

Das bringt mich zu einem weiteren wichtigen Punkt: Die wichtigste Leitungsqualifikation geht mir abhanden, die Fähigkeit mich selbst zu leiten. Wenn ich mich nicht selbst leiten kann, wie sollte ich dann in der Lage sein, andere zu leiten? Versagen und Scheitern ist vorprogrammiert.

Vermächtnis

Unter Vermächtnis verstehe ich das, wofür ich stehe und wie ich andere langfristig präge. Bin ich nicht in der Lage, mich selbst zu leiten, fehlt mir der innere Kompass. Über kurz oder lang schlingere ich durchs Leben. Ich glaube: Ein nennenswertes Vermächtnis ist unter solchen Umständen nicht möglich.

Begabungen

In einem schlingernden Leben ist die Entfaltung meiner Begabungen schwer  möglich. – Jedenfalls nicht so umfangreich, wie es wünschenswert wäre. Mit anderen Worten, ich lebe unter meinen Möglichkeiten. Irgendwann wird einmal das Urteil gefällt: “zu kurz gesprungen” wird es dann heißen. Noch nicht einmal ein Vermächtnis ist geblieben, denn es fehlte an Selbstachtung und innerer Leitung.

Fazit

Was ist zu tun? Ich muss mir angewöhnen, meine Vorsätze vom Ziel her zu denken. Am besten ist es, wenn ich mir bewusst werde, warum ich mein Ziel erreichen will und wie es sich anfühlen wird, wenn ich es erreicht habe. Dieses gute Gefühl und das erreichte Ziel geben mir die notwendige Energie, um auch dann durchzuhalten, wenn es unterwegs mühsam wird.

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