Ein Erlebnis, das alles verändert hat 

Angst ist furchtbar! Ich muss gerade an die Menschen in einem kleinen Kurort unweit der belarussischen Grenze denken. Sie hatten Schreckliches erleben müssen. Nicht nur Bomben und Granaten, auch brutale Soldaten, die wahllos Zivilisten erschossen. Später hat man hunderte tote Bürger gezählt. Es war die Hölle auf Erden gewesen. 

Aber dann war es still geworden. Der Gefechtslärm war abgeebbt. Die verängstigten Menschen hatten weitere 36 Stunden in ihren Kellern gekauert, immer in der Angst, dass das wilde Schießen jeden Moment wieder beginnen konnte. Aber schließlich machte die erlösende Nachricht die Runde: die Befreier waren gekommen. Der Feind hatte sich zurückgezogen. 

Verriegelt und verrammelt

Verriegelt und verrammelt waren seinerzeit auch die Türen zum Unterschlupf der Jesus-Leute gewesen. Angst und Verwirrung beherrschte die Zusammenkunft der Männer und Frauen an jenem Sonntagabend. Was war geschehen? 

Wenige Tage zuvor, am späten Donnerstagabend war Jesus in einem Garten außerhalb der Stadt festgenommen worden. Anschließend hatte man Jesus in einem Schauprozess abgeurteilt und vom römischen Statthalter Pontius Pilatus das Todesurteil erwirkt. Dann war Jesus in aller Öffentlichkeit am Kreuz hingerichtet worden. Einfach so. Der, der Unzählige geheilt und immer von Frieden und Versöhnung gesprochen hatte, war wie ein Schwerverbrecher getötet worden. 

Jäh hatten die Jünger von Jesus ihre Hoffnungen und Träume auf eine bessere Zukunft begraben müssen. Dann war der Sabbat angebrochen. Das gesellschaftliche Leben ruhte für einen Tag und mit ihm kamen die Totenstille und der Schmerz. Verzweiflung machte sich breit. Immer wieder stand die bohrende Frage im Raum: Warum hatte das geschehen müssen? Hatten sie sich so sehr in Jesus getäuscht? 

Irritierende Gerüchte

Und dann hatten Gerüchte sie aufgeschreckt. Einige Frauen waren am Grab gewesen. Sie hatten entdeckt, dass der Stein zur Seite gerollte gewesen war und den anderen davon berichtet. Petrus und Johannes hatten sich davon überzeugt. Maria Magdalena meinte Jesus gesehen zu haben. Aber wie konnte das sein? War ihre Fantasie mit ihr durchgegangen? 

Während sie miteinander beratschlagten, geschah mit einem Mal etwas Unglaubliches: Ein Augenzeuge beschreibt es so: 

Es war am Abend jenes ersten Tages der neuen Woche. Die Jünger hatten solche Angst vor den Juden, dass sie die Türen des Raumes, in dem sie beisammen waren, verschlossen hielten. Mit einem Mal kam Jesus, trat in ihre Mitte und grüßte sie mit den Worten: »Friede sei mit euch!«Johannes 20,19 (Neue Genfer Übersetzung)

Da stand Jesus plötzlich vor ihnen. Einfach so. Quicklebendig und bei bester Gesundheit. Wie konnte das sein? Es war nicht zu fassen: Jesus lebte! 

Dieses Ereignis und viele Begebenheiten rund um den auferstandenen Jesus brannten sich tief ins Bewusstsein jener Augenzeugen ein. Der, den sie totgeglaubt hatten, war in ihr Leben zurückgekehrt. Das veränderte alles. 

Eine Tradition entsteht

Schnell machte die Botschaft die Runde: „Der HERR ist auferstanden!“ und jene, die ihn gesehen hatten, antworteten: „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ Dieser Wortwechsel wurde unter Christen zu einem österlichen Brauch, der bis heute gepflegt wird. 

Zurück zu eingangs erwähnter Angst. Die verflüchtigte sich. Die Gegenwart des von den Toten auferstandenen Jesus relativierte die empfundene Bedrohung. Sie machte aus verängstigten Menschen mutige Bekenner dessen, was sie gehört und gesehen hatten und die bereit waren, diese Botschaft bis in die letzten Winkel des römischen Reichs zu tragen. 

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